Der KI-Kreisel – Wenn Milliarden im Kreis fließen und Umsätze größer erscheinen, als sie sind

Nvidia investiert in OpenAI. OpenAI verpflichtet sich, für 300 Milliarden Dollar Cloud-Kapazität bei Oracle zu kaufen. Oracle baut dafür Rechenzentren und kauft die dafür benötigten Chips bei Nvidia. CoreWeave, an dem Nvidia eine Beteiligung hält, schließt Lieferverträge mit OpenAI über 22 Milliarden Dollar, während Microsoft, größter Investor in OpenAI, einen erheblichen Teil des OpenAI-Umsatzes als Azure-Erlöse in der eigenen Gewinn- und Verlustrechnung verbucht. Jedes dieser Unternehmen ist gleichzeitig Kunde, Lieferant und Investor mindestens zweier anderer. Und jede dieser Transaktionen wird als Umsatz gebucht.

Höher für länger – was die neue Zinswelt für Innovationsinvestoren bedeutet

Am 17. Juni hat Kevin Warsh zum ersten Mal als Fed-Chef eine Zinsentscheidung getroffen. Das Ergebnis war keine Überraschung: Die vierte Zinspause in Folge, Leitzins unverändert bei 3,50 bis 3,75 Prozent. Und doch markiert diese Sitzung einen Wendepunkt. Nicht wegen der Entscheidung selbst, sondern wegen dessen, was Warsh bewusst wegließ. Er reichte keinen Dot Plot ein, strich die Forward Guidance aus dem Statement und erklärte trocken, Prognosen seien „bei der Umsetzung der Politik nicht hilfreich“. Die Ära der geldpolitischen Orientierungshilfe ist vorerst vorbei.

Der Preis des Narrativs – KI-Bewertungen zwischen Substanz und Spekulation

Stellen Sie sich vor, ein Team von vier Studenten gründet im Jahr 2022 ein Softwareunternehmen. Keine Patente, kein proprietäres Modell, kein jahrelang aufgebauter Kundenstamm. Drei Jahre später wird das Unternehmen für 60 Milliarden US-Dollar übernommen. Oder: Eine renommierte KI-Forscherin verlässt ihren Arbeitgeber, gibt eine Pressemitteilung heraus, stellt ein Team von 30 Personen zusammen – und wird fünf Monate später, ohne ein einziges veröffentlichtes Produkt, mit zwölf Milliarden Dollar bewertet. Diese Beispiele klingen nach Ausnahmen. Sie sind es nicht mehr.

Der größte Börsengang der Geschichte: Substanz oder Spektakel?

Am 12. Juni 2026 betritt ein Unternehmen die Börse, für das es kein historisches Vorbild gibt. SpaceX will an der Nasdaq unter dem Kürzel SPCX mit einer Bewertung von 1,75 Billionen US-Dollar debütieren und dabei bis zu 75 Milliarden Dollar einsammeln – dreimal so viel wie der bisher größte Börsengang aller Zeiten, der von Saudi Aramco im Jahr 2019. Als aktiver Fondsmanager, der Innovation aus einer Investmentperspektive bewertet, kann ich diesen Moment nicht unkommentiert lassen.

Innovation als Werttreiber: Die LOYS AG startet neuen Innovationsfonds

Mit dem LOYS Innovation Leaders hat die LOYS AG heute einen neuen Fonds an den Start gebracht, der gezielt auf die innovativsten Unternehmen der Welt setzt – fundiert, quantitativ und wissenschaftlich belegt. Der LOYS Innovation Leaders Fonds verfolgt einen einzigartigen Investmentansatz: Basierend auf einem eigens entwickelten Innovationsscore identifiziert das Fondsmanagement jene Unternehmen, die langfristig überdurchschnittlich […]